Fünfte Architekturwoche A5

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Abbruch. Umbruch. Aufbruch. Neues Bauen auf altem Grund

NÜrnberg: DIENSTAG, 20.JULI 2010

17h30 bis 19h00
ORTGANG MarienstraSSe 1
Führung über die Baustelle.
Ludwig Wappner + Andreas Scholz,
(Allmann Sattler Wappner Architekten BDA, München)
Bernhard Lutter, Sparkasse Nürnberg

Die Sparkasse Nürnberg hat im Jahr 2009 einen begrenzt offenen Realisierungswettbewerb im kooperativen Verfahren ausgelobt, um die Frage des Umgangs mit dem ehemaligen Hauptsitz der Kreissparkasse Nürnberg an der Marienstraße zu klären.
Die Bandbreite der im Verfahren eingereichten Vorschläge ging von der Sanierung über Teilabbruch und –neubau bis hin zum vollständigen Ersatzbau. Das Münchener Büro Allmann Sattler Wappner, erster Preisträger des Wettbewerbsverfahrens, hat mit einer überraschenden Lösung das Preisgericht überzeugt: die Architekten verwenden Teile des Bestandsbaus um das Erscheinungsbild im Straßenbereich städtebaulich zu erhalten und ergänzen die Bestandsteile mit einem hofseitigen Neubau, der ein modernes und flexibles Bürokonzept für die Sparkasse Nürnberg ermöglicht.

Im Ortgang wird der derzeitige Bauzustand nach Beendigung der Abbrucharbeiten zu sehen sein. Das Vorhaben wird von Vertretern der Architekten und des Bauherrn erläutert.

Treffpunkt: Sparkasse Nürnberg, Marienstraße 1, 17h30

19h00
Vortrag „DAS DRAMA DER ARCHITEKTUR“
Vortrag: Burhard Grashorn, Weimar
„Jede Utopie wird heute Anklage: Sie entlarvt die Fehler und das gesellschaftliche Unglück. Die Qualitäten (Peripherien) haben keine Entsprechung in der Ästhetik gefunden. Die Qualitäten sind Vermüllung. Die Verkloakisierung unseres Planeten entsteht, wenn Bauen von Architektur als Vision getrennt wird.“
Prof. Burkhard Grashorn, Weimar, Februar 2002
(entnommen der Publikation zur Ausstellung MUSEUTOPIA)

Prof. Burkhard Grashorn, geboren 1940 in Weimar war Professor an der Bauhaus-Universität Weimar und ein Architekt, dessen Denken nicht auf die reale Architekturproduktion begrenzt ist. Sein kritischer Geist sucht das utopische Wesen der Architekturkunst in Projekten die in der Tradition der historischen Idealstadtentwürfe stehen. Dabei thematisiert er das Verhältnis zwischen Stadt und Peripherie, zwischen Architektur und Gesellschaft.
Bei seinen poetischen Projekten wie „Turm der Utopien“, gezeigt im Deutschen Pavillon auf der ersten Architektur-Biennale Venedig, oder „Die Künste tragen die Stadt“ für die Stadt Oldenburg, entfaltet die Utopie als Gegenstück zur Realität jene kreative Kraft, die dem bloßen „Bauen“ fehlt.

Ort: Neues Museum in Nürnberg, Eingang Klarissenplatz
Der Eintritt ist kostenfrei.

 

 

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